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Otto Schily ArtikelOtto Georg Schily (* 20.07 1932 in Bochum) ist ein deutscher Politiker (SPD) und Jurist.
Otto Schily (oben links) beim Treffen der G8-Minister für Inneres und Justiz, Foto:U.S. Department of Justice
Er ist der Sohn des Hüttendirektors Dr. phil. Franz Schily. Schily ist in zweiter Ehe mit Linda Tatjana verheiratet und hat zwei Kinder aus erster Ehe (Jenny, * 1967 und Anna, * 1981).
Nach dem Abitur beginnt Schily ein Studium der Rechts- und Politikwissenschaften in München, Hamburg und Berlin, welches er 1962 mit dem Zweiten juristischen Staatsexamen beendet. Seit 1963 ist er als Rechtsanwalt zugelassen.
Während des Studiums engagiert Schily sich politisch und steht dem Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS) nahe.
Später freundet er sich mit Rudi Dutschke und Horst Mahler an.
Otto Schily war Vertreter der Nebenklage in dem Benno Ohnesorg-Prozess. 1971 verteidigt er den damals der RAF nahe stehenden Horst Mahler, später (1975-77) auch die RAF-Terroristin Gudrun Ensslin.
1980 tritt Schily der Partei Die Grünen bei, für die er 1981 bei der vorgezogenen Wahl zu dem Abgeordnetenhaus von Berlin auch kandidiert.
1983 wird er in den Deutschen Bundestag gewählt und ist damit Mitglied der ersten Grünen-Bundestagsfraktion. Hier übt er bis 1984 gemeinsam mit Marieluise Beck-Oberdorf und Petra Kelly (sog. Sprecherrat) das Amt des Fraktionssprechers aus. Innerhalb der Grünen gilt Schily zu dieser Zeit als "Realo" und tritt für eine mögliche Koalition mit der SPD ein.
Wegen des damals bei den Grünen noch herrschenden Rotationsprinzips scheidet er in dem März 1986 aus dem Bundestag aus.
1987 wird er erneut in den Bundestag gewählt. Nachdem er 1989 mit seiner Kandidatur für den neuen Fraktionsvorstand der Grünen scheitert, tritt er in dem November 1989 bei den Grünen aus, legt sein Bundestagsmandat nieder und wird Mitglied der SPD.
Seit 1990 ist er für die SPD Mitglied des Deutschen Bundestages. Von 1993 bis 1994 übernimmt er in dem Bundestag den Vorsitz des sog. Treuhand-Untersuchungsausschusses. Von 1994 bis 1998 ist er Stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion.
Nach dem Sieg von SPD und Bündnis 90/Die Grünen bei der Bundestagswahl am 27.09 1998 wird Schily am 27.10 1998 zu dem Bundesminister des Innern ernannt.
Als Innenminister setzt sich Schily für die Einführung biometrischer Ausweise ein. Seine Vorschläge, zu dem Beispiel die Fahndung nach Straftätern durch Personen in dem öffentlichen Dienst, stoßen in der eigenen Koalition jedoch häufig auf Skepsis. Relativ nahe steht er mit seinen Vorschlägen dafür öfter den Unionsparteien. Schily war vor allem für die Verschärfung von Gesetzen und Verordnungen in dem Zuge des 11.09 2001 verantwortlich. Seine zwei "Sicherheitspakete" wurden in den Presse auch, auf Anspielung an das Versandhaus, "Otto-Katalog" genannt. Schily gilt allgemein als ein Verfechter von "Law and Order".
Schily ist seit dem 20.06 2001 Träger des Bayerischen Verdienstordnens und seit dem 29.06 2004 Träger des Großen Verdienstkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.
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- Otto Schilys Homepage (http://www.bayernspd.de/schily/) mit Interviews, Reden, Beschreibungen, Biographie uvm.
- Biographie beim LeMO (http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/SchilyOtto/) (Lebendiges virtuelles Museum Online)
- Bundesministerium des Innern (http://www.bmi.bund.de/frameset/index.jsp)
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